“Ich persönlich bin eine gewissenhafte Studentin und werde mir Notizen in der LVA machen!” – meine Wenigkeit vor ungefähr 1,5 Jahren…. Wie sehr drückt es mir jetzt vor Lachen Tränen in die Augen. Ich denke jeder kann spätestens ab dem 2. Semester meinen jetzigen Gemütszustand nachvollziehen. Der gute Vorsatz hat nicht allzu lange angehalten und bewegt sich jetzt ungefähr irgendwo zwischen halb-dösend neben der Online-LVA und Folien markieren die vom Prof. als EXTRA WICHTIG betont werden. Dementsprechend wurden Zusammenfassungen, vor allem auch von Vorgänger-Studienjahren, immer interessanter für mich. Einige meiner Erfahrungen mit diesen tlw. fragwürdigen Zusammenfassungen möchte ich euch in diesem Blogbeitrag schildern.

Wie schön ist doch der Moment, in dem man auf der Cloud eine Zusammenfassung der bevorstehenden Prüfung findet die ein 200 Seiten Skript auf 15 Seiten kürzt?! Ein Traum, meiner Meinung nach zumindest, aber klar jede Münze hat zwei Seiten. Kurz nach meiner glorreichen Entdeckung wird der FH-Whatsapp-Chat auch schon wieder mit verschiedensten Versionen von Zusammenfassungen verschiedenster Autoren gefüllt und schwups, aus den 15 Seiten sind erneut 199 geworden. Tja, jetzt fragt man sich natürlich, welche ist wohl die beste? Aber um das zu beantworten müssen ja doch wieder alle durchgelesen werden und man verliert nur unnötig Lernzeit. Deshalb hab ich mir eine Taktik zurecht gelegt, welche bis dato gar nicht so schlecht funktioniert hat und mir bis jetzt einen Zweit-Antritt erspart hat.

Schritt Nr. 1: Überblick verschaffen!

Auch wenn es nach viel Arbeit aussieht, aber am besten ist es doch das Skript des Professors zumindest durchzulesen, um eine Vorstellung vom Umfang, aber vor allem vom Inhalt zu bekommen. So weiß ich im groben welche Themen vorhanden sind und laufe nicht Gefahr etwas zu übersehen.

Schritt Nr. 2: Zusammenfassungen vergleichen!

Im ernsten Hinblick schaue ich mir die Seitenzahl an, denn auch wenn es verführerisch ist die Zusammenfassung zu nehmen welche den wenigsten Seiten hat, ist das doch oft ein Indiz für ihre Qualität… manchmal ist halt weniger doch nicht mehr. Aber auch andersrum macht es keinen Sinn, Zusammenfassungen bei denen die Autoren etwas übertrieben und jedes noch so kleinste Detail reingepackt haben, helfen auch nicht weiter. Ein goldenes Mittelmaß ist der Schlüssel zum Erfolg, zumindest für mich, denn ganz ehrlich ich strebe keinen Summa cum laude Abschluss an. Und wer, so wie ich, berufsbegleitend studiert kann das sicher auch verstehen!

Schritt Nr. 3: Feedback einholen!

Ich prüfe natürlich nicht alle Zusammenfassung selbst, das wäre viel zu zeitaufwendig und verwirrend. Aus diesem Grund habe ich ein paar ausgewählte Studienkollegen, von denen ich weiß, dass sie einen ähnliche Vorstellung von Qualität und Detailgenauigkeit an den Tag legen wie ich, mit denen ich mich zusammenschließe und die Zusammenfassungen bewerte.

Schritt Nr. 4: Bleib dir treu!

Ist nun endlich die richtige Zusammenfassung gefunden, verlasse ich mich doch nicht 100%ig darauf. Einerseits kann man ja nicht ausschließen, dass der Prof in unseren Studienjahr den Stoff doch etwas verändert hat und zum anderen würde mir mein schlechtes Gewissen den Schlaf rauben. Deshalb verwende ich tatsächlich beides: die ausgewählte Zusammenfassung UND das Skript des Profs! Das ganze funktioniert so: Überblick verschaffe ich mir mit dem Skript. Die wichtigsten, herausstechenden Punkte werden mit der Zusammenfassung gelernt und die Themen bei denen ich mir unsicher bin werden dann schlussendlich doch wieder vom Skript gelernt. 

Für mich hat sich dieser Weg als perfektes Mittelmaß herauskristallisiert und lässt sich mit meinem Zeitmanagement auch super verbinden! Mein Rat an euch: Zusammenfassung sind es definitiv wert auszuprobieren, aber kein Wundermittel!

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